Ökonomie des Sozialstaats - download pdf or read online

By Friedrich Breyer

ISBN-10: 3540409394

ISBN-13: 9783540409397

1In Deutschland werden mehr als 30 Prozent des Sozialprodukts f?r Soziales ausgegeben, und der Staat greift mit seinen Sozialgesetzen massiv in die Handlungsfreiheit seiner B?rger ein. In diesem Buch werden einerseits normative Begr?ndungen sowohl f?r staatliche Umverteilungsma?nahmen als auch f?r die Existenz einer Sozialversicherung mit Zwangsmitgliedschaft mit den Methoden der neoklassischen Wirtschaftstheorie diskutiert. Dabei werden Gerechtigkeits- und vor allem Effizienzkriterien zu Grunde gelegt. Zum anderen werden die einzelnen Elemente des platforms der Sozialen Sicherung (Renten- Kranken- und Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe sowie Kindergeld) systematisch auf ihre Wirkungen hin untersucht und substitute Gestaltungsformen verglichen. Schlie?lich wird untersucht, wie der Sozialstaat reformiert werden kann, damit er den zuk?nftigen Herausforderungen, vor allem Arbeitslosigkeit und demographische Entwicklung, standhalten kann.

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Im Bereich der Gesellschaftsanalyse hat die neuere Systemtheorie wichtige Auseinandersetzungen ausgelöst. Die Frage, welche Beiträge die Systemtheorie für die examine von Sozialisation und Subjektbildung liefert, führt dagegen in ein noch kaum beschrittenes Neuland. Der Band geht dieser Frage nach und versucht dabei, bewährte strukturgenetische Sozialisationstheorien in Kontakt zu systemtheoretischen Sichtweisen zu bringen.

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Er baut nämlich eine Reputation („guten Ruf“) dafür auf, dass er bei der Umverteilungspolitik Zurückhaltung üben wird. Auch eine verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie, wie sie in Deutschland durch das Grundgesetz gegeben ist, kann die Individuen vor einem staatlichen Eingriff in ihre Eigentumsrechte schützen und damit das mögliche Ausmaß von Umverteilungsaktivitäten begrenzen. Eine solche Selbstbeschränkung des Staates bei der Umverteilung hat aber zur Folge, dass Abstriche am Gleichverteilungsziel gemacht werden müssen.

13) Bei einer solchen extremen Ungleichheitsaversion ist man aus der Perspektive der gegebenen gesellschaftlichen Wohlfahrtsfunktion bereit, zur Herstellung von Gleichheit alle Individuen auf das Einkommensniveau des armsten Individuums 28 2 Gleichheit und Gerechtigkeit abzusenken. Mit der gängigen moralischen Intuition ist dies nicht vereinbar, insbesondere wenn die Anzahl n der Individuen groß und das zur Herstellung von Gleichheit nötige Einkommensopfer groß ist. Als gesellschaftliches Bewertungskriterium entspricht dieser Fall mit extremer Ungleichheitsaversion der aus der statistischen Entscheidungstheorie bekannten Maximin-Regel oder auch dem Differenzprinzip von Rawls.

Bei Individuum 1 als Transferempfanger gilt ein entsprechendes Resultat: Auch Individuum 1 konnte ein hoheres Nutzenniveau erreichen, wenn es den gleichen Transferbetrag nicht liber eine verzerrende Lohnsubvention, sondern in pauschaler Form erhielte. Die hier beschriebenen allgemeinen Resultate tiber Wohlfahrtsverluste, die bei Umverteilung durch einkommensabhangige Transfers entstehen, lassen sich anhand des Beispiels einer linearen Einkommensteuer (fur ein Geber-Individuum) leicht illustrieren.

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Ökonomie des Sozialstaats by Friedrich Breyer


by Edward
4.1

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